Die Antwort kam erst später
Ich nehme gerade an einer Unstoppable Challenge teil. Also, wo es darum geht, unaufhaltsam zu werden. Und gestern wurden wir im Opening Circle gefragt:
„Was ist etwas, wozu du dich commitest, was dich vielleicht selbst überraschen würde?“
Und im ersten Moment hatte ich keine Antwort.
Wie so oft in solchen Räumen, wenn es darum geht, direkt eine Antwort zu finden. Und irgendwie entspricht das auch gar nicht so meinem Wesen. Also obwohl… irgendwie schon. Weil ich als MG ja schon auf das reagiere, was kommt. Aber da ist eben auch noch diese emotionale Welle.
Und ich hab einfach gemerkt: In solchen Räumen, wo ganz viele Menschen direkt teilen und ganz viel von außen passiert, verliere ich mich manchmal selbst darin.
Es ist wunderschön, weil man sich oft in anderen wiederfindet. Weil plötzlich jemand etwas sagt und du denkst: „Oh mein Gott, ja, genau das.“ Aber gleichzeitig merke ich, dass mich das manchmal komplett von mir selbst ablenkt.
Und manchmal sind die Antworten halt einfach nicht im Jetzt da.
Sondern später.
Wenn wieder Ruhe einkehrt.
(Psst … „Arrive, Baby!“ ist der perfekte Helfer dafür 😉 Mehr Infos hier.)
Und genau so war es diesmal auch.
Mein Commitment um Unstoppable zu werden
Weil heute plötzlich diese Antwort kam.
Vielleicht ist genau das mein Commitment für diese Challenge.
Jeden Tag laut aussprechen, was sich gerade in mir bewegt.
Und ehrlich? Das wäre komplett gegen meinen bisherigen Status quo.
Weil ich die Tendenz habe, unglaublich viele Ideen zu haben. Meine Notizen-App ist voll. Wirklich voll. Mit Gedanken, Konzepten, Impulsen, Dingen aus dem Leben, Beobachtungen, Erkenntnissen.
Aber zwischen etwas denken oder fühlen und es wirklich öffentlich zu teilen… da ist bei mir oft ein leichter Widerstand.
Und ich glaube, genau das ist gerade meine Challenge, um unaufhaltsam zu werden.
Mich zu trauen, meine Sicht der Dinge auszusprechen. Auszuschreiben.
Einfach zu teilen.
Und zu schauen, welche Konversationen daraus entstehen. Also ja — damit beginne ich heute.
Die Karte, mit der ich nichts anfangen konnte
Ich habe wie fast jeden Tag eine Impulskarte gezogen. Und diese Karte heute war erstmal so ein Ding von:
„Boah… damit kann ich irgendwie gar nichts anfangen.“
Und da war sie … die Einladung zu teilen und Dinge auszusprechen.
Auf der Karte stand:
„Dinge, für die du dich nicht entschuldigen brauchst: Wenn du keinen Kontakt zu deinen Eltern oder anderen Familienmitgliedern hast.“
Und auf der Rückseite war dann noch eine längere Erklärung dazu. Dass andere dir immer sagen werden, du sollst Frieden schließen oder Beziehungen wiederbeleben. Dass Familie wichtig ist. Dass man sich aber manchmal eben auch von Menschen distanzieren darf. Dass man sich eine Wahlfamilie schaffen kann. Und dass manche Menschen, mit denen wir genetisch verwandt sind, uns einfach nicht guttun.
Und wie gesagt — im ersten Moment war ich so: „Hm. Kann ich gar nichts mit anfangen.“
Weil ich liebe meine Familie.
Meine Eltern, meine Schwester, meine Nichten, meinen Schwager. Meine Großeltern — die, die noch hier sind und die, die nicht mehr hier sind.
Und trotzdem…
Wenn ich länger drüber nachdenke und das einfach mal durch mich durchfließen lasse, merke ich schon, dass es Familienmitglieder gibt, zu denen ich heute gar nicht mehr so engen Kontakt habe.
Oder vielleicht nie wirklich hatte.
Manche Beziehungen verändern sich einfach
Meine Familie mütterlicherseits ist relativ groß. Meine Mama hat fünf Geschwister und alle haben Kinder. Also wir waren insgesamt zehn Enkelkinder. Viele Cousinen, viele Cousins. Und von der Seite meines Papas kommen auch nochmal welche dazu.
Und ich glaube, früher war da einfach mehr Kontakt.
Aber im Laufe der Zeit ist manches halt einfach weniger geworden.
Und das Spannende ist: Ich hab nie wirklich bewusst darüber nachgedacht, warum eigentlich.
Weil ich nie aktiv gesagt habe:
„Dieses Familienmitglied tut mir nicht gut, deswegen möchte ich keinen Kontakt.“
Sondern manches ist einfach passiert.
Vielleicht, weil da gar nicht so eine Wellenlänge da war. Vielleicht, weil Beziehung halt immer von beiden Seiten kommt.
Du kannst versuchen, Kontakt aufzubauen. Verbindung herzustellen. Aber wenn das von der anderen Seite gar nicht gematcht wird oder da gar keine Offenheit da ist, wird’s schwierig.
Und vielleicht war das bei manchen Beziehungen einfach so.
Nicht aus Streit.
Nicht aus Drama.
Sondern einfach natürlich.
Familie, Distanz & schlechtes Gewissen
Und während ich das gerade ausspreche, merke ich aber auch, dass es bei manchen Familienmitgliedern vielleicht doch bewusster war, als ich dachte.
Nicht unbedingt, weil ich gesagt hab: „Diese Person ist schlecht.“
Aber weil ich gemerkt hab:
Ich fühle mich nicht zu hundert Prozent gut in dieser Nähe.
Und dass dadurch mein Wille, Kontakt zu halten, vielleicht automatisch kleiner geworden ist.
Und was ich daran gerade so spannend finde, ist dieses Thema schlechtes Gewissen.
Weil gerade bei Familie oft dieses Gefühl da ist von: „Aber eigentlich müsste ich doch…“
Mehr Kontakt halten. Mehr investieren. Mehr hinterher sein.
Und gleichzeitig merke ich:
Vielleicht muss ich das gar nicht.
Vielleicht darf ich auch einfach sagen:
Ich kann jemanden auch aus der Ferne lieb haben. Und das fühlt sich gerade sehr wahr an.
Weil selbst wenn ich mit manchen Familienmitgliedern kaum Kontakt habe — wenn morgen jemand vor meiner Tür stehen würde und Hilfe braucht, wäre ich sofort da.
Sofort.
Und trotzdem darf es okay sein, dass manche Beziehungen einfach nicht eng sind.
Und ja… du merkst wahrscheinlich selbst, dieses Thema bewegt sich gerade noch in mir.
Der eigentliche Impuls hinter der Karte
Und ja… du merkst wahrscheinlich selbst, dieses Thema bewegt sich gerade noch in mir.
Aber genau das liebe ich an diesen Karten. Dass ich im ersten Moment denke: „Damit kann ich gar nichts anfangen.“
Und wenn ich dann den Widerstand einfach mal da sein lasse und es durch mich durchfließen lasse… bewegt sich plötzlich doch etwas.
Und irgendwie passt die Karte am Ende dann doch immer. Also ja.
🔮 Mal schauen, welche Karte morgen kommt.
Und wenn du beim Lesen gerade merkst: Ich habe auch das Gefühl, dass im Außen manchmal alles so laut ist, dass ich gar nicht weiß, was meine Sicht der Dinge ist, dann ist „Arrive, Baby!“ genau das Richtige für dich.
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