– und warum das manchmal das Verletzlichste überhaupt ist
Die Wahrheit? Ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber manchmal sitze ich einfach nur da und habe absolut keine Ahnung, wie es weitergehen soll.
Und hin und wieder kommt dann einfach so ein Impuls.
So wie heute.
Ich sitze auf meinem Bett, komplett im Gedankenchaos, schaue nach links und sehe dieses wunderschöne Kartendeck: The Truth About Everything.
So Impulskarten.
Und ich habe einfach gemerkt:
Okay okay… let’s try it out.
Also habe ich mich hingesetzt, die Karten einmal durchgemischt, kurz die Augen geschlossen und innerlich gefragt:
„Quelle, lieber Gott, Universum – wie auch immer man es nennen möchte… was möchtest du mir heute sagen?“
Ich ziehe eine Karte.
Schaue drauf.
Und da steht einfach:
„Lebe deine Wahrheit aus.“
Und ich dachte mir nur:
Oh fuck.
Immer und immer und immer wieder komme ich auf genau dieses Thema zurück.
Lebe deine Wahrheit.
Lebe dich.
Sei mutig.
Steh zu dir selbst.
Hör auf dein Inneres.
Und irgendwie klingt das immer so easy.
Aber… was heißt das eigentlich wirklich?
Was ist überhaupt meine Wahrheit?
Ich habe schon einige Kurse gemacht und egal worum es ging – irgendwann kam immer dieses Thema zurück:
Wahrheit.
Und ich habe gemerkt, dass diese Welt manchmal so laut ist, dass ich teilweise vergessen habe, wie sich meine eigene innere Stimme überhaupt anhört.
Vielleicht kennst du das auch.
Ich liebe es, mich inspirieren zu lassen. Neue Blickwinkel. Neue Erfahrungen. Neue Tools. Neue Gedanken.
Aber manchmal verliere ich mich genau darin.
In diesem ganzen Strudel aus Außen.
Und dann merke ich plötzlich:
Ich höre allen anderen zu… nur mir selbst nicht mehr.
Wahrheit braucht manchmal einfach Stille
Und ich glaube, genau deshalb braucht es manchmal einfach Stille.
Wirkliche Stille.
Kein Handy.
Keine Musik.
Kein Fernseher.
Kein Laptop.
Keine Ablenkung.
Einfach mal nur du mit dir.
Und dann vielleicht einfach die Frage:
„Was ist gerade eigentlich wirklich meine Wahrheit?“
Nicht die Wahrheit, die logisch klingt.
Nicht die, die gesellschaftlich akzeptiert ist.
Nicht die, die du gerne hättest.
Sondern die, die gerade wirklich in dir los ist.
Und oft kommen diese Momente genau dann:
- beim Yin Yoga,
- bei Breathwork,
- beim Spaziergang,
- oder einfach wenn du auf deinem Bett sitzt und nichts machst.
Und einfach mal in dich hineinhorchst.
Ganz ohne Druck.
Ganz ohne Bewertung.
Einfach neugierig.
Wahrheit zeigt sich oft in kleinen Momenten
Und manchmal zeigt sich Wahrheit gar nicht nur in der Stille, sondern mitten im Leben.
In Begegnungen.
In Gesprächen.
In diesem inneren Körpergefühl von:
„Ja… dem stimme ich zu.“
Oder:
„Nee… eigentlich sehe ich das gar nicht so.“
Auch das sind Momente, in denen du deine Wahrheit kennenlernst.
Und ich glaube, es gibt viele Wege, die eigene Wahrheit zu entdecken. Zu explorieren. Wirklich wie so ein Abenteuer.
Aber der spannendste – und oft schwierigste – Teil ist der nächste Schritt:
Die eigene Wahrheit auch wirklich zu leben
Denn etwas tief im Inneren zu wissen und es dann wirklich nach außen zu leben… das sind oft zwei komplett verschiedene Dinge.
Manchmal sind das die großen Entscheidungen:
- ein Job, der sich nicht mehr stimmig anfühlt,
- ein Umfeld,
- eine Stadt,
- ein Land,
- Beziehungen,
- Dynamiken.
Einfach ehrlich hinzuschauen:
Tut mir das gerade wirklich gut?
Bringt mir das Frieden?
Oder raubt es mir Frieden?
Und manchmal bedeutet Wahrheit dann eben:
zu gehen. Oder wie bei mir von Deutschland nach Österreich auszuwandern.
etwas zu verändern.
einen Switch zu machen.
Aber ganz oft sind es auch die kleinen Momente.
Zum Beispiel in Gesprächen mutig zu sagen:
„Hey… eigentlich sehe ich das anders.“
Das erste Mal wirklich meine Sicht ausgesprochen
Ich hatte letztens ein Gespräch mit jemandem, den ich noch gar nicht so lange kenne.
Und ich habe zum ersten Mal ganz bewusst meine Sicht auf die Welt ausgesprochen.
Obwohl ich wusste, dass die andere Person sich genauso gut denken könnte:
„Was ist das denn jetzt für spirituelles Geblubber?“
Und trotzdem habe ich gesagt:
Dass ich glaube, dass wir alle aus einer Urquelle kommen. Dass wir alle irgendwie miteinander verbunden sind.
Dass jeder Mensch seinen eigenen Ausdruck davon lebt.
Mit den eigenen Werten, Gaben, Eigenheiten, Erfahrungen.
Und dass wir vielleicht einfach lernen dürfen:
friedlich miteinander zu koexistieren, auch wenn wir nicht dieselbe Wahrheit haben.
Und weißt du was?
Es wurde ein wunderschönes Gespräch.
Nicht, weil wir in allem gleich waren.
Sondern weil ich mich ehrlich gezeigt habe.
Und das war irgendwie neu.
Wahrheit kann auch ganz banal sein
Und manchmal ist Wahrheit übrigens auch einfach:
„Eigentlich mag ich gerade keinen Kaffee mehr.“
Kein Witz.
Ich hatte wirklich eine Phase, in der ich gemerkt habe, dass ich Kaffee eigentlich gar nicht mehr so gerne mag.
Und trotzdem habe ich ihn weitergetrunken. Aus Gewohnheit.
Bis ich irgendwann ehrlich war und gesagt habe:
„Nee… eigentlich schmeckt mir das gerade gar nicht.“
Dann habe ich schwarzen Tee mit Hafermilch getrunken.
Und irgendwann später habe ich wieder einen Kaffee probiert, weil dieser Geruch einfach sooo schön war.
Und jetzt trinke ich wieder Kaffee.
Und genau darum geht’s irgendwie auch:
immer wieder ehrlich zu schauen:
Was ist gerade JETZT meine Wahrheit?
Körperlich.
Emotional.
Mental.
Spirituell.
Emotional ehrlich sein ist manchmal am schwierigsten
Vielleicht ist deine Wahrheit gerade:
dass es dir eigentlich gar nicht gut geht.
Oder andersherum:
dass es dir inzwischen eigentlich wieder richtig gut geht – du dich aber fast schlecht fühlst, das auszusprechen, weil um dich herum gerade alle struggling sind.
Auch das kenne ich.
Oder mental:
Welche Gedanken sind da gerade wirklich in deinem Kopf?
Dienen sie dir überhaupt noch?
Oder spirituell:
Was glaubst du tief im Inneren eigentlich wirklich?
Nicht das, was man glauben sollte.
Sondern das, was sich für dich wahr anfühlt.
Wahrheit braucht Mut – und Verletzlichkeit
Das Spannende war nämlich:
Auf dieser Karte stand auch etwas zum Thema Verletzlichkeit.
Und ich dachte nur:
Ja. Genau das ist es.
Denn die eigene Wahrheit zu leben bedeutet automatisch auch, verletzlich zu werden.
Weil immer die Möglichkeit besteht:
- dass jemand dich nicht versteht,
- dich ablehnt,
- dich komisch findet,
- oder deine Wahrheit einfach nicht annehmen kann.
Und trotzdem glaube ich, dass darin so eine tiefe Freiheit liegt.
Wenn du aufhörst, dich ständig anzupassen.
Wenn du aufhörst, dich ständig zurückzuhalten.
Und stattdessen einfach ehrlicher wirst mit dir selbst.
Und trotzdem: Mitgefühl nicht vergessen
Ein letzter Gedanke, der gerade noch hochkommt:
Ich glaube, „Lebe deine Wahrheit“ bedeutet nicht, rücksichtslos zu werden.
Ja, es braucht Mut zu sagen:
„Das bin ich.“
„So fühle ich.“
„So möchte ich leben.“
Aber gleichzeitig dürfen wir auch anderen Menschen ihre Wahrheit lassen.
Nicht jeder wird die Welt sehen wie du.
Nicht jeder wird fühlen wie du.
Und vielleicht liegt genau darin diese Menschlichkeit:
ehrlich zu sich selbst zu sein und gleichzeitig mit Mitgefühl zu handeln.
Vielleicht ist das gerade deine Einladung
Nicht sofort dein ganzes Leben umzukrempeln.
Sondern erstmal einfach still zu werden und dich zu fragen:
„Was ist gerade wirklich wahr für mich?“
Und vielleicht dann einen kleinen mutigen Schritt daraus entstehen zu lassen.
Und falls du gerade selbst an so einem Wendepunkt stehst…
wenn außen alles laut ist, sich chaotisch anfühlt oder du das Gefühl hast, dich selbst irgendwo zwischen all den Erwartungen, Gedanken und Meinungen verloren zu haben, dann habe ich etwas für dich.
Meine kostenfreie E-Mail-Sequenz „Arrive, Baby“.
5 Tage.
5 kurze Mails.
Maximal 5 Minuten pro Tag.
Kleine Impulse, die dich wieder mehr bei dir ankommen lassen.
Bei deiner Wahrheit.
Bei dem, was gerade wirklich in dir los ist.
Ganz ohne Druck.
Ganz ohne „du musst jetzt dein Leben verändern“.
Sondern eher wie ein sanftes Zurückkommen zu dir selbst.
Und jetzt würde mich unglaublich interessieren:
Wie sehr lebst du gerade deine Wahrheit – auf einer Skala von 1 bis 10?

Schreibe einen Kommentar