Brennst du für deine Arbeit?
Wir hören es so oft: Mach das zu deiner Arbeit, wofür du brennst.
Und wow… dieses Thema begleitet mich schon mein ganzes Leben.
Denn ich habe wirklich schon viel gemacht. Wirklich viel.
Wenn du meinen Lebenslauf sehen würdest – sagen wir einfach mal: Es wäre interessant. Und es gäbe definitiv einiges zu erzählen.
Irgendwie war da immer diese Suche.
Diese Suche nach der Arbeit, für die ich wirklich brenne.
Denn, was ich früh gelernt habe … wenn ich nicht dafür brenne, kann ich jeden Morgen noch so viel Überzeugungsarbeit in meinem Kopf leisten und mir sagen, dass es nicht so schlimm ist und in die Dankbarkeit gehen … mein Körper und vor allem mein Magen macht da nicht mit…
Nicht jeder Mensch hat nur eine Berufung
Was ich für mich mittlerweile verstanden habe:
Es gibt Menschen, die sehr früh wissen: Das ist es. Dafür brenne ich. Das möchte ich machen.
Dann gibt es Menschen, die ein bisschen länger brauchen und irgendwann erkennen: Okay wow, genau dafür schlägt mein Herz.
Und dann gibt es vielleicht auch Menschen wie mich.
Menschen, die nicht nur für eine Sache brennen.
Menschen, die mehrere Leidenschaften haben.
Mehrere Interessen.
Mehrere Feuer.
Und vielleicht dürfen genau diese Menschen sich erlauben, all das auszuprobieren.
Denn manchmal brennt etwas eine Zeit lang ganz intensiv – und irgendwann geht dieses Feuer wieder aus.
Nicht, weil es falsch war. Sondern weil vielleicht irgendwo anders ein neues Feuer angeht.
Vielleicht verändert sich deine Leidenschaft im Leben
Ich glaube, wir machen uns oft selbst Druck, dieses eine Ding finden zu müssen.
Diese eine Berufung. Diesen einen Job. Diese eine Antwort.
Ich glaube, es ist gar nicht für jeden Menschen so gedacht.
Es gibt nicht diese eine Sache.
Es gibt eher einen gemeinsamen Nenner.
Ein inneres Thema.
Etwas, das dich im Kern bewegt.
Und dieses Thema zeigt sich dann einfach in unterschiedlichen Formen, Jobs, Projekten oder Lebensphasen.
Dieser roten Faden ist oft nicht sofort erkennbar, sondern erst rückblickend.
Es heißt ja immer so schön:
Das Leben lässt sich nur vorwärts leben und rückwärts verstehen.
Und genau so fühlt es sich manchmal an.
Im Nachhinein erkennst du plötzlich die Berührungspunkte. Die Dinge, die sich durchgezogen haben. Auch wenn sie auf den ersten Blick komplett unterschiedlich aussahen.
Der gemeinsame Nenner hinter all deinen Interessen
Es ist also gar nicht wichtig, die eine Sache zu finden.
Es vielmehr darum zu erkennen, was sich immer wieder durch alles durchzieht.
Was ist das Gefühl dahinter?
Was ist das Thema dahinter?
Was möchtest du in die Welt bringen – egal in welcher Form?
Und genau das darf sich immer wieder neu ausdrücken.
In verschiedenen Jobs.
In verschiedenen Projekten.
In verschiedenen Versionen von dir selbst.
Ich merke gerade selbst immer mehr, dass mein Feuer vielleicht nicht stillstehen möchte.
Dass da ein gemeinsamer innerer Kern ist – aber dass dieser sich auf unterschiedliche Arten zeigen darf.
Und dass ich mir genau das auch erlauben darf.
Dieser Gedanke, diese Erkenntnis fühlt sich friedlich an. Frei. Leicht. Stark.
Du hast keine Karriere. Du hast ein Leben.
Der Impuls für diesen Blogbeitrag kam wieder einmal von einer Impulskarte. Und auf der Rückseite der Karte stand noch ein Satz, der mich ebenfalls sehr berührt hat:
„Die Rechnungen müssen bezahlt werden und das Essen muss irgendwie auf den Tisch kommen. Aber wenn du eine Wahl hast, mach bitte das zu deiner Arbeit, was du am liebsten tust. Du hast keine Karriere. Du hast ein Leben. Lebe es.“
Und ich finde diesen Zusatz unglaublich wichtig.
Denn ja – viele von uns dürfen sich wirklich privilegiert schätzen, überhaupt die Möglichkeit zu haben, dieser Frage nachzugehen:
Wofür brenne ich eigentlich?
Nicht jeder Mensch hat diese Freiheit.
Und trotzdem glaube ich:
Wenn du die Möglichkeit hast, deinem Feuer näherzukommen – dann geh los.
Nicht perfekt.
Nicht komplett sicher. Aber ehrlich.
Denn am Ende hast du nicht nur eine Karriere.
Du hast ein Leben.
Und es darf sich auch genau danach anfühlen.

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